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monKI – die erste KI aus dem Kloster

Abtei Münsterschwarzach entwickelt eigenen Sprachassistenten.

Seit Jahrhunderten suchen die Menschen in Klöstern Antworten auf ihre Lebensfragen. In der Stille der Kirche. Im Gebet. In der Abtei Münsterschwarzach laden die Mönche ein, gemeinsam auf diese Suche zu gehen. Sie sind da – im Geiste des heiligen Benedikts in seiner Regel, die den Mönchen eine Grundhaltung bereits zu Beginn aufzeigt: Hören. Sie prägt ihr Leben bis heute. Und dieses Hören ist auch die Idee hinter einem neuen und innovativen Projekt: Gemeinsam mit Softwarefirmen entwickelt das Kloster derzeit eine Sprachassistenz. monKI, die „KI mit Habit, Hörbereitschaft und Humor“ ist angelehnt an die Figur des „kleinen Mönchs“ aus der gleichnamigen Buchreihe. So charmant-tollpatschig die Figur in den Büchern ist, so sollen auch ihre Antworten sein.

„Nachdem unsere Goldschmiede in diesem Jahr eine Bronzefigur des kleinen Mönchs für den Verkauf gefertigt hatte, dachten wir uns: Warum nicht weiterentwickeln?“, so Pressesprecherin Julia Martin über die Idee. Im Kloster sei man stetig auf der Suche nach neuen Wegen, die Menschen zu erreichen und zu begleiten. „monKI ist quasi tägliche Ergänzung zu unserem beliebten Format ‚Frag den Mönch‘ und bietet Unterstützung im Alltag.“ Sie soll alle Funktionen haben, die etablierte Sprachassistenten mitbringen – nur eben mit einer Spur Benedikt.

Herausfordernd sei vor allem nun, sämtliche Informationen über das Klosterleben, die Benediktsregel und auch andere Ordensgemeinschaften in die KI zu programmieren. Gleichzeitig soll ein bestimmter Sprachstil entwickelt werden – humorvoll, aber nie respektlos.

Seit dem 1. April 2025 gibt es den ersten Prototyp, der nun in unterschiedlichen Lebensbereichen getestet wird. Wer ihn bei sich zuhause ausprobieren will, hat voraussichtlich im Sommer die Möglichkeit dazu. Bis die ersten monKIs in Serie gehen, wird es allerdings noch etwas dauern. Die Markteinführung ist für den 1. April 2026 geplant, damit er pünktlich zum Katholikentag in Würzburg im Mai präsentiert werden kann.

Was ist monKI?

monKI ist eine Sprachassistenz, die derzeit in der Abtei Münsterschwarzach entwickelt wird. Sie basiert auf der Figur aus der Buchreihe "Der kleine Mönch" aus dem Vier-Türme-Verlag und wurde in der Gold- und Silberschmiede gefertigt. 

Was kann monKI?

monKI kann alles, was etablierte Sprachassistenten können - und kommt mit dem Wissen aus 1.500 Jahren Klostertradition. Er betet das Stundengebet, gibt tägliche Impulse, bietet Alltagshilfe mit benediktinischem Unterton und beantwortet in der charmant-tollpatschigen Art des kleinen Mönchs alle Fragen.

Wann wird es monKI geben?

Das erste Modell wurde gerade entwickelt. Im Sommer werden Testerinnen und Tester gesucht. Die Markteinführung ist dann für den 1. April 2026 geplant.

Warum braucht ein Kloster eine KI?

Weil auch Benediktiner mit der Zeit gehen - und aber die Suche nach den Antworten auf die wichtigen Lebensfragen bleibt. Wir möchten bei den Menschen sein. Wie vor 1.500 Jahren, nur eben mit den Mitteln aus dem 21. Jahrhundert.