Unsere Verstorbenen

P. Edmar Greif OSB verstorben

Am Montag, dem 2. Mai 2022, verstarb nachts um 2.00 Uhr unser weitbekannter und allzeit beliebter Mitbruder Pater Edmar (Josef) Greif OSB.

P. Edmar lebte seit einem Jahr im betreuten Wohnen unserer Krankenabteilung. Bis auf den letzten Monat konnte er altersentsprechend mobil sein. Nach der Coronawelle im Januar brach seine Gesundheit. Ein schnelles Krankenlager und kurzer Krankenhausaufenthalt endeten mit dem Sterben im Kitzinger Krankenhaus.

Am 4. Januar 1936 kam Josef Greif in Mittelehrenbach zur Welt. Sein Vater Georg verstarb, als der Junge gerade sieben Jahre alt war. Das Ende des Krieges und die Zeit danach hatte er mit seiner Mutter Margareta und zwei Halbgeschwistern tapfer zu meistern. Der elterliche Schreinereihaushalt hatte ihn aber schon früh für das praktische Leben ertüchtigt.

Von 1942–1947 war Josef in der Volksschule Leuterbach, 1947–1949 im Gymnasium Forch- heim, von 1949–1953 Schüler des Progymnasiums St. Ludwig. Der Abschluss als Oberstu- fenschüler war 1957 am Neuen Gymnasium in Würzburg. Am 8. September 1957 trat Josef mit mehreren späteren Mitbrüdern ins Kloster ein. Zum 11. September 1957 erfolgte die Noviziatsaufnahme, bei der er den Namen Edmar erhielt. Dieser Name verkürzte sich im Laufe der Zeit für viele zu Edi, was ein Gütezeichen und Kompliment bedeutete.

Frater Edmar legte am 16. September 1958 die Zeitlichen Gelübde ab, am 22. Oktober 1961 die Ewigen Gelübde. Nach Studium in St. Ottilien und an der Uni Würzburg (1958–1963) erhielt er am 7. Juli 1963 von Weihbischof Alfons Kempf die Priesterweihe.

Die Jahre 1963–1967 gehörten dem Sportstudium  in Würzburg und München. P. Edmar war dadurch und aus Naturtalent zum Pädagogen geworden. Von April 1967 bis Juli 2009 unterrichtete er an unserem Gymnasium Sport und auch Religion. Manche seiner Schüler führte er bis zur Olympiaqualifikation in den Disziplinen des Turnens.

Im Sportbetrieb der DJK war P. Edmar eine wichtige Persönlichkeit, die 2006 im Umfeld seines 70. Geburtstages hoch geehrt wurde. Als dienstältester Sportlehrer Deutschlands schied der „Turnpater“ 2009 aus dem Schuldienst.

Neben der jahrelangen Schul- und Vereinstätigkeit leitete P. Edmar unser Lehrlingsseminar St. Placidus. Von April 1974 bis Juli 1987 war er dessen Rektor. Über 25 Jahre prägte sein Stil und sein Engagement den „Münsterschwarzacher Kreis“, die Ehemaligenvereinigung unserer Schule.

Von 1967 bis Mitte der 70er Jahre organisierte P. Edmar in Schönaich/Steigerwald Som- merlager für Ministranten aus der ganzen Diözese. Als später Ferienbetreuung für Kinder angeboten wurde, war der engagierte Lehrer wieder dabei. Mehr als seine Predigten haben die Herzlichkeit und seine Lebensfreude das Evangelium gezeigt. P. Edmar war ein Mensch, der leben konnte und leben ließ. Kritisierendes Reden

über andere war von ihm nicht zu hören. Er hatte eine Religiösität, die unaufdringlich und den Menschen zugewandt war. Feier des Gottesdienstes und Feier des menschlichen Mit- einanders gingen in seinem Leben zu einer Gestalt zusammen. Ein Missionsbenediktiner, der nie unter tropischer Sonne, aber wirklich Missionar war.

Wir danken Gott für das Lebenswerk, das P. Edmar aus seiner Gnade wirken durfte am Freitag, den 6. Mai um 14.00 Uhr. Anschließend bestatten wir seinen Leib auf dem Kloster- friedhof.

Münsterschwarzach, 5. Mai 2022

Abt Michael und Konvent von Münsterschwarzach

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