Traditionelles Abteikonzert begeistert wieder

Tosender Applaus für das Gewandhaus Brass Quintett und Martin Sturm

Seit Jahren füllt sich die Abteikirche in Münsterschwarzach am 3. Oktober zum musikalischen Höhepunkt des Jahres – und auch in diesem Jahr lockte das Abteikonzert mit dem Gewandhaus Brass Quintett und Organist Martin Sturm wieder hunderte Menschen. Ein besonderes Programm versprach diese außergewöhnliche Kombination aus Blechblasinstrumenten und Orgel bereits im Voraus.

Den Auftakt machte die Fuge in g-Moll von Johann Sebastian Bach, gefolgt von Chansons von Josquin des Pres. Es folgten die „Reminiszenzen“ von Ayis Ioannides, welche die musikalischen Synergien und das außergewöhnliche Zusammenspiel der Blechbläser besonders herausarbeiteten. Bachs „contrapunctus VIII“ aus „Kunst der Fuge“ verdeutlichte noch einmal die besondere Beziehung des Komponisten zur musikalischen Heimat Leipzig des Gewandhauses.

Mit einer Orgelimprovisation zeigte der international erfolgreiche Organist Prof. Martin Sturm aus Weimar sein Können. Das Motiv der deutschen Einheit war in einer prachtvollen Klangkomposition an der Klais-Orgel der Abteikirche für das Publikum deutlich herauszuhören.

Zwei Stücke, die vom amerikanischen Komponisten Kevin McKee eigens für das Bläserquintett komponiert wurden, folgten. In „Iron Horse“ beschreibt der Komponist musikalisch die Fahrt einer Dampflok. Das Stück „Blue Goose“ erinnert an seine Heimat Kalifornien mit seinen sanften Hügeln, in „Highball On White Pass“ werden die Zuhörer auf einen rasanten Trip durch die gleichnamige Zugstrecke in Alaska, bekannt für Klippen und Steigungen. In diesen Werken zeigten die Bläser ihre außerordentliche Qualität, eine feine Akzentuierung und ihr herausragendes Zusammenspiel, was die Zuhörerinnen und Zuhörer begeisterte.

Den Abschluss und zugleich besonderen Höhepunkt des Konzertes bildete das Zusammenspiel aus Orgel und Blechbläsern beim „Grand Choer Dialogue“ von Eugène Gigout, der zu ersten Jubelrufen im Publikum animierte. Die bekannte geistliche Komposition „Nun danket alle Gott“ bildete das letzte Stück des Konzerts, bei der die Musiker eindrucksvoll Orgel und Blasinstrumente erklingen ließen.

Standing ovations und nicht enden wollender Applaus bestätigte die hervorragende Leistung der Musiker, die sich konstant durch das 90-minütige Konzert zog. Auch im kommenden Jahr 2023 wird das Abteikonzert wieder am 3. Oktober stattfinden. Dafür konnte Organisator P. Dominikus Trautner bereits die Hofer Symphoniker unter der Leitung von Prof. Matthias Beckert gewinnen, die Anton Bruckners Symphonie Nr. 4 spielen. An der Violine wird Kyrill Zeiher zudem das Violinkonzert von Max Bruch darbieten.

Über die Musiker

2008 verlieh Riccardo Chailly den fünf Blechbläsern des Leipziger Gewandhauses den Titel "Gewandhaus Brass Quintett". Der 20. Gewandhauskapellmeister war begeistert von der Vielseitigkeit, dem großen Repertoire und dem einzigartigen Klang der Bläser. Seitdem sind Lukas Beno (Trompete), Jonathan Müller (Trompete), Jan Wessely (Horn), Tobias Hasselt (Posaune) und David Cribb (Tuba) weltweit mit barocken bis modernen Programmen unterwegs. 

Prof. Martin Sturm ist 1992 geboren und seit 2019 Professor für Orgel und Improvisation an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar. Er gewann zahlreiche nationale und internationale Wettbewerbe und ist als Interpret und Improvisator international unterwegs.

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