Projekttage zur Nachhaltigkeit

7. Klassen des EGM besuchen Klosterbetriebe

Bei den jährlichen Projekttagen am Egbert-Gymnasium Münsterschwarzach (EGM) haben sich Schülerinnen und Schüler der 7. Jahrgangsstufe unter dem Titel "PRO NATURE- Verantwortung für die Schöpfung" mit dem Thema Umweltschutz und der Bewahrung der Schöpfung auseinandergesetzt. Dazu erhielten sie unter anderem Einblicke in die Klosterbäckerei, den Energiepark der Abtei Münsterschwarzach, den Fair-Handel und in Insektenhotels.

Die Bäckerei ist seit 2019 Wasserschutzbäckerei und hat sich somit bestimmten Richtlinien verpflichtet. Bäckermeister Leo Stöckinger erklärte den Schülerinnen und Schülern zunächst, warum es wichtig sei, das Grundwasser durch bestimmte Maßnahmen zu schonen. Das Wasserschutzprojekt der Bezirke Unter- Ober und Mittelfranken hat genau das zum Ziel – es setzt direkt in der Landwirtschaft an. Diese verzichtet beim Weizenanbau auf die dritte Düngung, was dem Grundwasser zugutekommt. Der zertifizierten Wasserschutzweizen wird dann in bestimmte Mühlen geliefert, wo Wasserschutzmehl entsteht – und das wird wiederum in den teilnehmenden Bäckereien verarbeitet.

Eine weitere Möglichkeit, die Investitionen in den Umweltschutz kennen zu lernen, bat das Ökologieprojekt der Abtei. P. Maximilian Grund, Vorsitzender der Ökorates, führte die Schülerinnen und Schüler durch den Energiepark. In Kleingruppen hatten diese Kurzvorträge zu den einzelnen Energieträgern vorbereitet. Neben der Biogasanlage stellten sie auch Photovoltaik- und Solaranlagen sowie die Windkraft vor, aus denen die Abtei Münsterschwarzach ihren Strom gewinnt.

Auch auf die Vor- und Nachteile ging P. Maximilian mit ihnen ein. „So gut unser Ökostrom auch ist, so wichtig ist es, über die Kritik daran zu sprechen“, erklärte er. Neben der Abhängigkeit von Sonne oder Wind würde bei der Stromgewinnung durch Biomasse die sogenannte Vermaisung (großer Anbau von Maisflächen) diskutabel sein. Dennoch sei diese Art der Stromproduktion nachhaltiger und umweltschonender als die durch fossile Rohstoffe.

Vor allem beim großen Energiebedarf des Heizens zeige sich das, so P. Maximilian bei der anschließenden Besichtigung der großen Hackschnitzelheizung. Das Holz kommt aus dem nahegelegenen Steigerwald und ist ausschließlich Abfallholz, das im Sägewerk nicht verwendet werden kann. Mit der Heizenergiezentrale, die 2003 gebaut wurde, kann die Abtei 85 Prozent ihres Heizbedarfs aller Gebäude auf dem Gelände decken. Die Biogasanlage ergänzt fast den gesamten Rest. Lediglich ein geringer Bruchteil an Öl und damit fossilen Brennstoffen wird noch benötigt.

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Weitere Betriebe

Weiter zeigte Luisa Burger aus dem Fair-Handel Einblicke in die Naturkosmetik. Mit Unterstützung der Weingarten-Apotheke Dettelbach stellten die Schülerinnen und Schüler dann auch selbst Kosmetikprodukte her.

Um den ökoligischen Fußabdruck ging es bei einer Exkursion mit Unterstzütung des Burschenvereins Hörblach zu nahegelegenen Insektenhotels.

Organisiert wurden die Projekttage durch ein P-Seminar der 12. Jahrgangsstufe. Die Schülerinnen und Schüler dieses Seminars planten die jeweiligen Exkursionen für die 7. Jahrgangsstufe in Absprache mit den Klosterbetrieben. Betreut wurden sie dabei von Lehrerin Lisa Wächter. Auch in den anderen Jahrgangsstufen haben zu dieser Zeit Projekttage zu bestimmten Themen stattgefunden.

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