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Missions-Aussendung von Br. Julian Glienke OSB

Am Weltmissionssonntag im vergangenen Oktober hat Abt MichaelReepen unsren Bruder Julian Glienke zu seinem Einsatz in die Mission entsandt. Erwird für etwa zwei Jahre in das Kloster Hanga in Tansania gehen. Hanga ist einrein afrikanisches Kloster und das größte Benediktinerkloster in Afrika. Dortwird er hauptsächlich an der Seminary School unterrichten. Darüber hinaus wirder in der Abtei Peramiho Seminare für Musik geben.

Vor seinem Abflug im November haben wir ihn um ein paarStatements gebeten zu seiner Motivation, seinen Erwartungen und Befürchtungen,seinem Missionsverständnis und seinem Gepäck. Bruder Julian hat uns geantwortet...

 …zu seiner Motivation
„Abt Michael hat mich irgendwann gefragt, ob ich bereit wärefür eine Zeit nach Afrika zu gehen. Ich selbst wäre wohl nicht drauf gekommenden Wunsch zu äußern, aber ich bin abenteuerlustig genug um dazu ja zu sagenund hoffe, dass es dort für beide Seiten fruchtbare Begegnungen geben wird,auch musikalisch.“

…zu seinen Erwartungen und Befürchtungen.
„Ich denke, dass die Erfahrung einer anderen Kultur einegroße Bereicherung für mich persönlich sein kann. Ich sehe es als großeHerausforderung, die Kultur zu verstehen, mit ihren Vorstellungen vonZusammenleben, Werten und Verhaltensmustern. Auch die Musikkultur ist ja ganzanders, und da frage ich mich natürlich, was das mit mir macht, ob ich da einenZugang finde.“

…zu seinem Verständnis, Missionar zu sein.
„Vielleicht kann ich so lernen mich selber anders zu sehen,die eigene kulturelle Geprägtheit klarer zu sehen und dabei zu wissen, dass esaber auch ganz anders sein könnte – ganz ohne Wertung. Auf jeden Fall will ichnicht Missionar sein in dem Sinne, dass ich den Leuten die europäische Kulturbeibringe, sondern hoffe vor allem auf gute Begegnungen und wachsendesgegenseitiges Verständnis - im Rahmen dessen, was möglich ist, vielleicht mussman da auch immer aushalten, dass es Grenzen gibt. Mission ist ja heutzutagekeine Einbahnstraße.“

…zu seinem Gepäck.
„Natürlich nehme ich Musikinstrumente mit, auf jeden Falldie Geige und vermutlich auch die Bratsche. Ich bin gespannt auf gemeinsameImprovisationen mit Geige und afrikanischen Trommeln!“

Letzte Woche haben wir Bruder Julian nach Afrika verabschiedetund wünschen Ihm auch hier nochmal Gottes Segen, eine wertvolle Zeit und gute Erfahrungen. In unserer Missionszeitschrift "Ruf in die Zeit" wird er regelmäßig als "unser Mann in Afrika" berichten. 

Bruder Julian Glienke,
geboren 1968 in Hamburg, aufgewachsen in Elmshorn (Schleswig Holstein). Nachdem Abitur und Zivildienst hat er Musik und Geschichte in Weimar und Freiburgstudiert. Im Jahre 2004 ist er in Münsterschwarzach eingetreten und ist heuteu. a. als Lehrer am Gymnasium in den Fächern Musik, Geschichte und Russischtätig. 

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