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Metzger auf Walz in Münsterschwarzach

Als Walz werden traditionell die Wanderjahre im Handwerk bezeichnet, in denen losgesprochene Gesellen an anderen Orten neue Arbeitspraktiken und Betriebe kennen lernen. Im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts verlor diese Tradiiton an Bedeutung. Dass derzeit die Klostermetzgerei der Abtei Münsterschwarzach Station für einen jungen Fleischermeister aus Hüsten (Hochsauerlandkreis) ist, kann fast als Besonderheit angesehen werden. Für zwei Monate lernt David Käuffer derzeit die Besonderheiten der bayerischen Wurst. Die unterscheidet sich ziemlich von dem, was in seiner Heimat gegessen wird: "So etwas wie Hausmacher oder Preßsack gibt es bei uns nicht." Und auch Wurstspezialitäten aus seiner Heimat waren für die Metzger in Münsterschwarzach neu.

Die Walz war schon lange geplant, die Station in Münsterschwarzach allerdings eher zufällig durch seine Eltern, die ebenfalls eine Metzgerei besitzen. Diese seien durch Urlaub in Franken auf die Klostermetzgerei aufmerksam geworden, erzählt Metzgermeister Alfred Kolerus. Nach einem Einkauf im Laden kontaktieren sie ihn und vereinbarten das zweimonatige "Praktikum". Die nächsten Stationen sind bereits in Planung. Die große Herausforderung  für den jungen Metzger allerdings: "Die Unterkunft. Ich reise nämlich mit dem Wohnwagen und für den Sommer sind die Stellplätze schon ziemlich ausgebucht." 

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