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Feierliche Profess von Br. Jeremia Martin Schwachhöfer OSB

Am Sonntag wurde Bruder Jeremia Martin Schwachhöfer durch Ablegung der ewigen Gelübde auf Lebenszeit in die Abtei Münsterschwarzach aufgenommen. Dieser einschneidende Schritt auf seinem Lebensweg erfolgte in einem feierlichen Pontifikalgottesdienst in der Abteikirche. Für das Kloster Münsterschwarzach war es ein Freudentag, daß sich einer ihrer Mönche für immer der Abtei anschließen will.. Zu Beginn des Gottesdienstes begrüßte Abt Michael die zahlreich erschienenen Gläubigen, die Mitbrüder, die Verwandten und Freunde. Er freue sich, daß Bruder Jeremia nach reiflicher Überlegung sich zu diesem Schritt entschlossen hat und sich für immer der Abtei anschließen und sich deren Aufgaben zur Verfügung stellen möchte. Abt Michael und Bruder Jeremia sind die letzten Jahre den klösterlichen Weg gemeinsam gegangen, denn Bruder Jeremia war der erste Novize vom damaligen Novizenmeister Pater Michael und ist jetzt der erste Neuprofesse des neuen Abtes Michael.Der Professritus begann mit der Befragung des Neuprofessen, ob er bereit sei, sein ganzes Leben in der Gemeinschaft von Münsterschwarzach zu leben. Dann wurde der Hl. Geist angerufen. Die Kirchenbesucher sangen den Hymnus "Veni Creator Spiritus". In der darauffolgenden Allerheiligenlitanei, bei der Bruder Jeremia ausgestreckt auf dem Boden lag, wurden alle Heiligen des Himmels angerufen, sie sollen ihm auf seinem weiteren Lebensweg begleiten und zur Seite stehen.Bei der Verlesung der Profeßurkunde versprach der Neuprofesse Gehorsam, klösterlichen Lebenswandel und Beständigkeit. Dann sang er das "Suscipe", das Profeßlied, dreimal, immer einen Ton höher: "Nimm mich auf, o Herr, nach deinem Wort, so werde ich leben und enttäusche mich nicht in meiner Hoffnung." Der Abt sprach dann über Bruder Jeremia ein Segensgebet, damit Gott ihm helfen und führe möge auf seinem weiteren Lebensweg. Er übergab ihm außerdem ein neues klösterliches Gewand, die Kukulle, das Mönchsgewand für das Chorgebet. Anschließend tauschte der Neuprofesse mit allen seinen Mitbrüdern den Friedenskuß aus und bat damit seine Mitbrüder, daß sie ihn ab jetzt brüderlich in ihre Gemeinschaft aufnehmen.Die Festpredigt hielt Pater Rhabanus Erbacher. "Heute ist ein großer Festtag". Aber die Profeß ist erst der Anfang. Aber schon im Leben Jesu gab es Anfänge. Ohne Anfänge keine Vollendung. Deshalb soll so ein Tag wie der Profeßtag gebührend gefeiert werden. Das ganze Leben ist ein Anfang, und diesen Anfang gilt es zu feiern. So gilt es später auch die Vollendung eines Anfangs zu feiern. In der heutigen Zeit fällt es vielen schwer Entscheidungen zu treffen, besonders die "lebenslänglichen". "Gottlob ist uns Gott nicht nur ein Gott des Anfangs, sondern auch ein Gott der Anfänge, der unermüdlich neues Leben schafft, der die Kraft, die Frische des Anfangs in tausend neuen Anfängen gelten läßt", gab der Festprediger Pater Rhabanus dem Neuprofessen und allen Kirchenbesuchern mit auf dem Weg. Der Gottesdienst und die Profeßfeier wurde von der Choralschola der Abtei und vom Ökumenischen Hochschulchor aus Würzburg, bei dem Bruder Jeremia Martin seit Jahren mitsingt, musikalisch gestaltet. Der Ökumenische Hochschulchor unter Leitung von Matthias Beckert brachte während des Gottesdienstes drei Stücke aus Joseph Haydn: "Die Schöpfung" zur Aufführung. Die Abtei-Orgel spielte der Schwager von Br. Jeremia, Herr Andreas Boltz.Nach dem Gottesdienst wurde mit den Gästen und Mönchen weiter gefeiert. Beim gemeinsamen Mittagessen erfreuten die Verwandten von Bruder Jeremia Martin, der aus einer musikalischen Familie stammt, die Mönche und Gäste mit exzellenten Musikdarbietungen. Bruder Jeremia Martin Schwachhöferstammt aus Heusenstamm bei Frankfurt am Main,1974 - 1987 Besuch des Franziskaner-Gymnasium Kreuzburg in Groß-Krotzenburg1988 - 1995  Mathematik-Studium an der Technischen Hochschule Darmstadt                     Promotion  als Doktor der Mathematikbis 1997       wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TH Darmstadt1997            Klostereintritt in Münsterschwarzach an der Universität Würzburg Studium der Theologie und der Fächer Religion und Mathematik für das Gymnasial-Lehramtab 2005 Lehrer am Egbert-Gymnasium in den Fächern Religionslehre und Mathematik

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