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Feierliche Profess von Br. David und Br. Jesaja

Am Dreikönigstag wurden Bruder David Hergenröder und Bruder Jesaja Langenbacher durch Ablegung der ewigen Gelübde auf Lebenszeit in die Brüdergemeinschaft der Abtei Münsterschwarzach aufgenommen. Dieser einschneidende Schritt auf ihrem Lebensweg erfolgte in einem feierlichen Pontifikalgottesdienst in der Abteikirche.
Zu Beginn begrüßte Abt Michael die zahlreich erschienenen Gläubigen, die Mitbrüder, die Verwandten und Freunde der Neuprofessen. Er freue sich, daß Bruder David und Bruder Jesaja nach reiflicher Überlegung sich zu diesem Schritt entschlossen haben und sich für immer der Abtei anschließen und sich deren Aufgaben zur Verfügung stellen möchten. Heute am Epiphanietag, am Fest der Erscheinung des Herrn ist etwas aufgegangen. Ist der Stern aufgegangen. Auch bei den beiden Neuprofessen geht heute etwas auf. Sie legen in der Profeß Zeugnis ab, daß auf ihrem künftigen Lebensweg etwas aufgeht.
Der Professritus begann mit der Befragung der Neuprofessen, ob sie bereit seien, ihr ganzes Leben in der Gemeinschaft von Münsterschwarzach zu leben. Sie antworteten mit einem kräftigen "Ja, ich bin dazu bereit". Dann wurde der Hl. Geist angerufen. Die Kirchenbesucher sangen den Hymnus " Veni Creator Spiritus" In der darauf folgenden Allerheiligenlitanei, bei denen Bruder David und Bruder Jesaja ausgestreckt auf dem Boden lagen, wurden alle Heiligen des Himmels angerufen, sie sollen sie auf ihren weiteren Lebensweg begleiten und zur Seite stehen.
Bei der Verlesung der Profeßurkunde versprachen die Neuprofessen Armut, Gehorsam, Ehelosigkeit und Beständigkeit. Die Urkunden wurden von ihnen auf dem Altar unterzeichnet und anschließend allen Mitbrüdern gezeigt. Dann sangen sie das "Suscipe", das Profeßlied, dreimal, immer einen Ton höher: "Nimm mich auf, o Herr, nach deinem Wort, so werde ich leben und enttäusche mich nicht in meiner Hoffnung." Der Abt sprach dann über die beiden Brüder ein Segensgebet, damit Gott ihnen helfen und führen möge auf ihrem weiteren Lebensweg. Nun tauschten die Neuprofessen mit allen ihren Mitbrüdern den Friedenskuß aus und baten damit ihre Mitbrüder, daß sie von nun an brüderlich in die Gemeinschaft von Münsterschwarzach aufgenommen werden.
Abt Michael hielt die Festpredigt. Er erwähnte dabei, daß er am Tag genau vor 20 Jahren, am 6. Januar 1987 an gleicher Stelle seine ewigen Gelübde abgelegt habe und kann sich deshalb gut in den heutigen Tag der Neuprofessen hineindenken, was sie heute spüren und erahnen. Abt Michael bezog in seine Predigt die diesjährige Abtei-Krippe mit ein. Es ist eine Vielvölkerkrippe. Heute wurden drei neuen Figuren aufgestellt. Es sind aber nicht drei Könige, die zu dieser Krippe kommen, sondern es sind 3 junge Leute, mit Rucksack, Weltenbummler, Pilger, der andere mit schickem Anzug, vielleicht ein Wirtschaftsmann, dann ein Punker, der leicht aus dem Rahmen fällt. Es soll zeigen, es kamen drei Könige, aber alle Menschen können kommen, auf der Suche nach dem wirklichen Leben. Die drei jungen Leute an der Krippe sind bereit zum Abenteuer, dem Abenteuer nach Gott. So ist es sicher auch bei den Neuprofessen. Sie und wir alle können uns an der Krippe wiederfinden. Stehen wir auf, das Abenteuer kann beginnen, die Reise geht weiter. Jedem Menschen trifft ein Lichtstrahl auf dem Lebensweg und führt weiter.

 

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